Niemand möge sich etwas vormachen: Zwar beteuern Politiker Land auf Land ab die Eurokrise sei ausgestanden. Gleichwohl aber kann nicht ausgeschlossen werden, dass Euroland 2012 zerbricht, wenn neben Griechenland auch andere Eurostaaten Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können sollten. Da erscheint Gold, dem die meisten Experten innerhalb der nächsten Jahre noch ein Aufwärtspotential bis auf 5000 US-Dollar pro Unze zutrauen, als vergleichsweise sicherer Hafen für diejenigen Zeitgenossen, die -statt die kostenlose Schuldnerberatung in Anspruch nehmen zu müssen- über einige Ersparnisse verfügen.
Die direkte Goldanlage
Investoren, die sich über den Erwerb von Gold gegen etwaige Eurorisiken absichern wollen, können dies beispielsweise durch eine Direktanlage in Gold tun. Dazu bieten sich entweder Goldbarren oder Goldmünzen an. Privatanleger fahren dabei wahrscheinlich mit Goldmünzen besser, da diese auch für Privatanleger am Markt besser erwerbbar sind als Goldbarren. Institutionelle Anleger hingegen bevorzugen in aller Regel Goldbarren, die dann in den Goldtresoren diverser Banken deponiert werden. Für letzteres verlangen die Banken dann allerdings auch eine -je nach Bank- gar nicht so niedrige jährliche Verwaltungsgebühr. Einen Überblick über geeignete Goldankäufer und Goldverkäufer liefert unter anderem das Internetportal goldverkaufen.biz.
Die indirekte Goldanlage
Anleger, die sich mit der Aufbewahrung von physischem Gold nicht belasten wollen, haben aber auch die Möglichkeit indirekt in Gold zu investieren. So gibt es am Markt Investmentfonds, die das beim Anleger eingesammelte Geld direkt in Gold investieren. Der Vorteil dabei ist, dass hinter dem Anteilsschein des Investmentfonds eine direkte Goldabsicherung steht. Darüber hinaus gibt es am Markt aber auch Zertifikate verschiedener Geldhäuser, welche die Goldpreisentwicklung nachahmen. Diese Zertifikate weisen geringere Erwerbungsgebühren auf als zuvor erwähnte Investmentfonds. Allerdings sind sie im Gegensatz zu den beschriebenen Investmentfonds nicht direkt mit Gold hinterlegt. Da Zertifikate zudem Inhaberschuldverschreibungen sind, verliert das Zertifikat bei einer Pleite des herausgebenden Geldhauses vollständig seinen Wert. Bei den direkt in Gold investierenden Investmentfonds hingegen bleibt auch bei einer Bankpleite der Wert der Anlage erhalten.